Intuition trainieren: Was Intuitionstraining wirklich bedeutet
– und warum du lediglich den Zugang verloren hast
Einleitung
„Ich wusste es doch.“ Diesen Satz kennt fast jeder. Das Gefühl, das leise da war — und dann doch überhört wurde. Vielleicht, weil der Verstand eine andere Logik hatte. Vielleicht, weil das Umfeld anderer Meinung war. Vielleicht, weil du dich einfach nicht getraut hast.
Genau darum geht es beim Intuitionstraining. Nicht darum, eine neue Fähigkeit zu erlernen. Sondern darum, zurückzufinden zu dem, was du eigentlich schon weißt.
Und das ist eine ganze Menge!
🔍 Auf einen Blick
- Intuition ist keine mystische Gabe — sie gehört zum Menschsein
- Der Unterschied zwischen Instinkt, Bauchgefühl und Intuition ist konkret und relevant
- Du trainierst nicht die Intuition selbst, sondern räumst auf, was zwischen dir und ihr liegt
- Spiritualität und Traumaheilung hängen enger zusammen, als viele denken
- Das höhere Selbst hat in der Psychologie (IFS) eine klare, nüchterne Definition
- Intuitionstraining ist Energiearbeit — mit Methode und Geschichte
🎥 Den Inhalt hier gibt es auch als Podcast
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Was ist Intuition wirklich?
Das Wort Intuition kommt vom lateinischen intuere — schauen, erfassen, wahrnehmen. Ohne zu denken.
Intuition ist das Wissen, das da ist, bevor der Verstand anfängt zu erklären. Es ist das Wissen deines höheren Selbst — oder, wie es in der Psychologie zunehmend heißt: deines Selbst.
Nicht mystisch. Nicht esoterisch. Einfach eine Ebene von Wissen, die über die Kognition hinausgeht.
Instinkt, Bauchgefühl, Intuition — wo ist der Unterschied?
Viele verwenden diese drei Begriffe synonym. Das ist ein Fehler — weil sie auf ganz unterschiedliche Quellen zugreifen.
Instinkt Gesteuert vom Stammhirn, dem sogenannten Reptiliengehirn. Allen Säugetieren gemeinsam. Es geht ums nackte Überleben: Fressen, Flucht, Kampf, Sex. Kein Urteil, nur Reaktion.
Bauchgefühl Hängt mit dem limbischen System zusammen — dem emotionalen Teil des Gehirns. Hier greifen wir auf gesammelte Erfahrungswerte zurück. Auch unbewusst. Auch aus dem intrinsischen Gedächtnis — also aus einer Zeit, bevor wir ein Ich-Bewusstsein hatten, bevor wir Erlebnisse einordnen konnten. Wir waren damals wie Satellitenschüsseln: offen, empfänglich, vollständig verbunden mit dem, was um uns herum war.
Intuition Greift auf eine andere Ebene zu — das Wissen der Seele. Unabhängig von dem, was du gelernt hast, erlebt hast oder glaubst, wissen zu dürfen. Es ist inhärent. Es gehört zu dir, nicht zu deiner Konditionierung.
Was ist das höhere Selbst? (Und warum das keine Esoterik ist)
Das höhere Selbst hat viele Namen: die Seele, das eigentliche Selbst, der Spirit. Aber es gibt auch eine sehr nüchterne, psychologische Definition — und die kommt aus dem Internal Family System (IFS).
Dort wird dieser Bewusstseinszustand schlicht „das Selbst“ genannt. Und beschrieben durch acht Prinzipien — im Englischen alle mit C:
- Calmness — Ruhe
- Curiosity — Neugier
- Clarity — Klarheit
- Compassion — Mitgefühl
- Confidence — Vertrauen
- Courage — Mut
- Creativity — Kreativität
- Connectedness — Verbundenheit
Wenn du mit diesen Eigenschaften in Kontakt bist, öffnet sich der Zugang zur Intuition. Das ist kein spirituelles Versprechen. Das ist ein psychologisches Modell.
Dr. Peter Levine — bekannt für seinen körperorientierten, sehr humanistischen Ansatz zur Traumaheilung — sagt dazu: Spiritualität und Traumatransformation liegen sehr, sehr nah zusammen. Und da stimme ich ihm von Herzen zu.
Spiritualität, die uns in uns zurückführt, ist Heilung. Keine Dissoziation, kein Abheben. Verbindung.
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Warum haben so viele den Zugang zur Intuition verloren?
Das ist die eigentlich wichtige Frage.
Denn die Intuition verschwindet nicht. Du verlierst den Zugang zu ihr. Und das passiert auf vielen Ebenen gleichzeitig.
Kognitiv: Der Verstand überstimmt die leise Stimme. Was logisch klingt, setzt sich durch. Was gesellschaftlich als möglich gilt, auch. Was du „wissen darfst“ und was nicht — das formt sich über Jahre.
Kollektiv und historisch: Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, monotheistische Religionen, Patriarchat, die systematische Abspaltung von Natur, Körper und Weiblichkeit.
Das klingt weit weg — aber es ist in Körpern gespeichert. In Genen. In Energiekörpern. Die transgenerationale Traumaforschung und die Epigenetik beschäftigen sich seit Jahren damit.
Persönlich: On top dazu kommen deine eigene Geschichte, das Familientrauma, familiäre Glaubenssysteme und die Erfahrungen deiner jetzigen Inkarnation. Das sind keine abstrakten Konzepte. Das ist der konkrete Ballast, der zwischen dir und deinem Wissen liegt.
Und dann ist da noch: Wir sind Rudeltiere. Das Bedürfnis, dazuzugehören, war lange wichtiger als das eigene Wissen. Wer zu anders war, war in Gefahr. Das hat sich tief eingeschrieben.
Was Intuitionstraining wirklich ist — und was nicht
Intuitionstraining trainiert nicht die Intuition.
Es räumt auf, was zwischen dir und ihr liegt.
Es ist eine Form der Energiearbeit, die dich Schritt für Schritt mit dir selbst verbindet — mit der Person, als die du gedacht bist. Mit dem, wofür du gekommen bist.
Im Intuitionstraining arbeitest du mit deiner ureigenen Energie. Denn jeder Mensch hat seine ganz eigene Frequenz, seinen ganz eigenen Ton. Diese Energie ist nicht verloren — sie ist nur verdeckt.
Die Methode hat eine konkrete Geschichte: Entstanden Ende der 1960er-Jahre in Kalifornien, begründet von Lewis Bostwick. Heute gibt es dort zahlreiche Zentren für intuitive training , in denen diese Techniken gelehrt werden.
Wenn auch du deine Intuition wieder für dich freilegen möchtest und dich verbinden, mit dem, was dich verlässlich durchs Leben führt, dann kannst du hier die wichtigsten Grundlagen erlernen – und praktisch für dich im Alltag integrieren:
GRUNDKURS INTUITION
Eine einfache Übung für heute
Hier ist keine komplizierte Technik. Nur eine Frage:
„Wo bin ich gerade?“
Wirklich. Ernsthaft. Wo bist du gerade?
Oft sind wir nicht wirklich in unserem Körper. Wir schwirren irgendwo neben uns herum, stehen sprichwörtlich neben uns. Diese Frage bringt dich zurück in die Mitte.
Und dann: Was ist jetzt gerade wichtig für mich?
Lass dich überraschen, was du dir selbst zu sagen hast.
Fazit
Intuition ist keine Gabe für Auserwählte. Sie gehört zum Menschsein. Und du hast sie.
Was du vielleicht verloren hast, ist der Zugang. Durch Konditionierung, Geschichte, Trauma, Zugehörigkeitsdruck.
Intuitionstraining hilft dir, diesen Weg zurück zu gehen — nicht durch das Erlernen von etwas Neuem, sondern durch das Freilegen von etwas Eigenem.
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FAQ
Ist Intuitionstraining dasselbe wie Meditation? Nein. Meditation kann ein Teil des Wegs sein, aber Intuitionstraining ist eine eigenständige Methode mit konkreter Technik, die auf Energiearbeit basiert. Es geht nicht um Entspannung, sondern um Verbindung mit der eigenen Energie und das Auflösen von dem, was den Zugang blockiert.
Muss ich spirituell sein, um von Intuitionstraining zu profitieren? Nein. Du kannst sehr nüchtern und analytisch sein — und trotzdem merken, dass dieser Weg für dich etwas öffnet.
Wie lange dauert es, bis ich meine Intuition wieder spüre? Das ist individuell und hängt davon ab, wie viel dazwischen liegt — also wie viel aufgeräumt werden muss. Manche Menschen erleben erste Öffnungen sehr schnell, bei anderen braucht es mehr Zeit und Tiefe.
Die Klärungsübungen wirken jedoch spürbar und direkt schon beim ersten Mal.
Ist Intuitionstraining auch etwas für Männer? Na klar! — auch wenn Annes Arbeit häufig Frauen anspricht, gelten die Grundprinzipien für alle Menschen. Die Trennung von männlichen und weiblichen Energieanteilen ist übrigens ein eigenes Thema im Intuitionstraining.
Wo kann ich Intuitionstraining lernen? Direkt hier bei Anne auf der Seite, im Grundkurs Intuition, sowie in den fortführenden Vertiefungen, in denen Schicht um Schicht die eigenen Innenwelten freigelegt und neue Klarheit integriert werden – für jeden Menschen die eigene.





