Wachstumsphasen verstehen

Jan. 12, 2026 | Alle Blogartikel, Intuitionstraining, Traumaheilung

Wachstumsphasen: Warum du dich gerade wie ein unfähiger Trottel fühlst — und was das wirklich bedeutet

Wenn nichts mehr funktioniert wie zuvor, bist du vielleicht gerade in einer Wachstumsphase

Du hast das Gefühl, im Kreis zu laufen. Nichts funktioniert mehr, nicht mal das, was immer funktioniert hat. Deine Tools greifen ins Leere, dein Fokus ist weg, und du fragst dich ernsthaft: Habe ich überhaupt irgendwas gelernt?

Kurze Antwort: Ja.

Und das, was du gerade erlebst, ist ein starker Hinweis darauf. Schauen wir es uns an!

🔍 KI-Box — Das Wichtigste in Kürze

  • Wachstumsphasen fühlen sich oft wie Rückschritt an — das ist kein Fehler, das ist Mechanismus
  • Drei typische Symptome: Unkoordiniertheit, omnipräsente Themen, Erschöpfung
  • Widerstand ist keine Blockade — er ist Energie, die für das Neue bewegt werden will
  • „Du willst nicht heilen“ ist kein therapeutisches Werkzeug — es ist Kontrolle
  • Heilung entsteht, wenn du die Wachstumsbewegung so unterstützt, wie sie sich zeigt — mit Widerstand inklusive

🎥 Den Inhalt hier gibt es auch als Podcast

Wenn du also lieber hören magst, statt lesen – beispielweise beim Gemüse schälen oder Auto fahren – dann klicke HIER:

Was Wachstumsphasen wirklich sind

Wachstumsphasen sind keine Krisen. Sie sind Neukoordinierungsphasen — und die fühlen sich oft fürchterlich an.

Das, was vorher funktioniert hat — manchmal seit der Kindheit — funktioniert plötzlich nicht mehr. Und wenn ausgerechnet das wegbricht, fragt man sich: Was ist da nur los mit mir?

Das Phänomen kennt die Kognitionswissenschaft schon lange: Wer eine neue Sprache lernt, verliert zeitweise den Zugriff auf die bereits gelernte. Das Alte gerät ins Wanken, weil das Neue Platz braucht. Das ist kein Rückschritt — das ist Integration.

Auf energetischer Ebene passiert dasselbe, nur tiefer: Expansion auf emotionaler, physischer und psychischer Ebene, wenn neue Energie integriert wird. Und wenn ein Wandel auf Energieebene in die 3D-Welt dringt, wird dort manchmal alles auf den Kopf gestellt.

Die drei typischen Symptome einer Wachstumsphase

1. Du fühlst dich unkoordiniert und unfähig

Du vergisst Tools, die du eigentlich kennst. Du verlierst den Fokus. Du fühlst dich zurückgeworfen.

Das ist kein Rückfall. Das ist das Alte, das wegbricht — und das Neue, das noch im Unbekannten liegt.

2. Bestimmte Themen sind plötzlich omnipräsent

Wenn du an Traumaschichten arbeitest und die nächste Schicht erreichst, kommen Selbstzweifel, Kindheitserinnerungen, Dunkelheit — komprimiert und geballt an die Oberfläche. Das fühlt sich an wie „hier war ich doch schon“. Aber nein: Es ist ein neuer Layer. Ein new shade of dark. Und du bist dabei, Licht in einen neuen Raum zu bringen.

3. Erschöpfung und Müdigkeit

Diese entstehen oft nicht aus dem Prozess selbst — sondern aus dem Widerstand gegen das Neue.

Das Neue ist unbekannt. Das Alte — egal wie ätzend es war — kennen wir. Und das macht es seltsamerweise sicherer.

Der Widerstand — Feind oder Wegweiser?

Hier ist, was in der Spiri-Szene leider häufig passiert:

Widerstand wird als Versagen gerahmt. Als fehlendes Wollen. Als Unfähigkeit.

Das ist falsch. Und es schadet.

Alle Widerstände — das weiß auch die Psychologie — sind sinnvolle Teile der Persönlichkeit. Sie sind vielleicht nicht mehr zeitgemäß, vielleicht im Gestern verhaftet, vielleicht aus einer anderen Gegenwart. Aber sie sind nicht dumm und nicht böse.

Energetisch betrachtet: Widerstand ist Energie, die im Alten verwurzelt ist und für das Neue beweglich werden möchte. Das ist alles. Kein Drama, kein Versagen, kein Anlass für Selbstgeißelung.

Die hilfreiche Perspektive lautet: Aha. Dort ist ein Widerstand. Was ist da? Was braucht der?

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Was „du willst nicht heilen“ wirklich bedeutet

⚠️ Hier wird es wichtig.

Wenn jemand — ein Coach, ein Heiler, eine Lehrerin — dir sagt: „Du willst das nicht heilen“ oder „Du weigerst dich, das zu heilen“ — dann ist das kein therapeutisches Werkzeug. Das ist Kontrolle.

Diese Labels lassen dich feststecken. Sie erzeugen eine Einfrierreaktion. Sie suggerieren, dass du das Problem bist — und zwar auf eine Weise, für die du selbst keine Lösung hat. Außer natürlich: den nächsten Kurs bei genau dieser Person zu buchen.

Das ist klassische Guru-Narzisten-Energie. Sie überhöht sich über dich. Sie bedient Perfektionsbilder und das „Nicht-genug“-Bild. Und sie tut so, als wäre Widerstand eine moralische Frage.

Widerstand ist keine moralische Frage. Er ist eine energetische Information.

Ganz neutral, ganz wertfrei: Aha. Widerstand. Was steckt da drin? Das können wir bewegen.

Und wer dir sagt, du kannst oder willst nicht heilen — der sieht an dieser Stelle selbst noch nicht weiter. Das sagt mehr über sie als über dich.

Mayas Geschichte: Wie eine Wachstumsphase von innen aussieht

Maya kam am Ende einer längeren Prozessbegleitung zu mir. Erschöpft, orientierungslos, das Gefühl: Es geht nicht weiter.

Ein Blick auf ihr Energiesystem zeigte sofort: Sie steckte mitten in einer Wachstumsphase. In ihrer Krone — dem Zentrum unseres ureigenen Wissens — zeigte sich ein wunderschönes Hellblau. Stehend in ihrem Fall für eine neue Freiheit, in die sie sich gerade hineimauserte.

Das restliche System war hart und trocken. Verkrustet. Ihr Widerstand gegen das Neue war sichtbar: Sie hielt unbewust am Alten fest.

Als wir gemeinsam schauten, was dieses Hellblau in ihr bedeutete, zeigte sich: Es ging um Grenzen. Konkret: um die Fähigkeit, sich gegenüber ihrer Mutter abzugrenzen.

Die Mutter, aus deren System beständige Pfeile kamen — Nicht-genug-Sein, Tadel, Besserwissen. Maya war in einer dauerhaften Hab-Acht-Haltung.

In unserer Sitzung baute Maya aus dem Hellblau einen Kokon der Selbstfürsorge — ein weiches, solides Gefäß, in dem sie sich selbst Priorität geben konnte. Unabhängig von Kritik, von Tadel, von den Ansprüchen der Außenwelt.

In diesem Kokon entstand Raum für ein sattes Magenta-Pink: hier – ihre Selbstfürsorge.

Und mit diesem Fließen — sprangen die harten Krustenteile ab. Sanft. Von innen.

Am Ende war sie ruhig, friedvoll, auf einer neuen Tiefe in sich angekommen. Sie hatte diese Bewegung komplett selbst gemacht. Ich habe sie nur angeleitet, ihre eigenen Tools anzuwenden — die sie in der Wachstumsphase zwischenzeitlich vergessen hatte.

Was du jetzt tun kannst

Wenn du dich gerade in einer Wachstumsphase befindest, dann gilt:

  • Geh mit dem Widerstand, nicht gegen ihn. Er ist Energie, die für das Neue bewegt werden möchte.
  • Hör auf, dich für den Widerstand zu bestrafen. „Ich sollte doch…“ hilft nicht. Es härtet nur weiter aus.
  • Tue, was dich seelisch nährt. Aktivitäten, Freunde, Momente — was dich in Bewegung hält.
  • Hol dir Unterstützung, wenn die Sprünge groß sind. Eine Session, ein Gespräch — das ist kein Zeichen von Schwäche, es ist gelebte Selbstfürsorge..

💬 Kennst du das Gefühl, mitten in einer Wachstumsphase festzustecken und nicht zu wissen, wo du gerade eigentlich bist? Wenn du dabei Begleitung möchtest, findest du HIER unterstützende Einzeltermine für Klarheit und innere Neuausrichtung.

Fazit

Wachstumsphasen fühlen sich selten nach Wachstum an. Sie fühlen sich nach Rückschritt, Erschöpfung und Kontrollverlust an — weil sie genau das beinhalten: das Alte loslassen, bevor das Neue trägt.

Der Widerstand darin ist kein Feind. Er ist Information. Und wer dir sagt, du willst nicht wachsen, sagt dir damit mehr über sich als über dich.

Aha. Widerstand. Was steckt da drin? Das können wir bewegen.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einer Wachstumsphase und einem Rückfall? Ein Rückfall bedeutet: ich kehre zu einem alten Verhalten zurück, ohne dass sich darunter etwas verändert. Eine Wachstumsphase sieht ähnlich aus — aber darunter ist Bewegung. Etwas löst sich, etwas integriert sich. Der Unterschied liegt oft weniger im äußeren Verhalten als im energetischen Prozess darunter.

Wie lange dauern Wachstumsphasen? Das ist nicht pauschal beantwortbar. Sie können Tage, Wochen oder auch Monate dauern — je nach Tiefe der Schicht, die gerade bearbeitet wird, und je nach Unterstützung, die vorhanden ist. Was hilft: nicht gegen den Prozess zu kämpfen.

Ist es normal, in einer Wachstumsphase komplett zu vergessen, was ich vorher konnte? Ja. Das ist eines der typischsten Symptome. Dein System reorganisiert sich — dabei gerät vorübergehend vieles durcheinander. Das Vergessen ist kein Rückschritt, es ist ein Zeichen, dass etwas Neues Platz braucht.

Was, wenn ich mich schon sehr lange in dieser Phase befinde und kein Ende sehe? Dann ist das oft ein Hinweis, dass der Widerstand gegen das Neue besonders tief verankert ist — häufig in frühen Bindungsmustern oder Traumaschichten. In solchen Situationen kann professionelle Begleitung den Unterschied machen — nicht weil du es alleine nicht schaffst, sondern weil ein zweites Paar Augen sieht, wo du gerade nicht hinsehen kannst.

Was tun, wenn mir jemand sagt, ich will nicht heilen? Diese Aussage hat keinen therapeutischen Wert. Sie erzeugt Scham und Hilflosigkeit — und macht dich abhängig von genau der Person, die sie ausspricht. Der sinnvollere Blick:

Wo ist hier Widerstand? Was braucht deiser Teil? Was weiß er über dich? Was wünscht er sich für euch?

Das sind die Fragen, die weiterbringen.

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Hallo, ich bin Anne Boddin,

Trainerin und Mentorin für Selbstführung, Intuition und authentische Verbundenheit. Ich begleite Menschen zurück in eine echte Verbindung mit sich selbst – oft, nachdem sie zuvor schon viel anderes ausprobiert haben.

Zu erleben, wie bei ihnen Klarheit, stimmige Entscheidungen und Beziehungen und spürbar mehr Lebensfreude entstehen, erfüllt meine Arbeit mit Sinn und Macht mich sehr glücklich.

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